JenaKultur.
Eigenbetrieb der Stadt Jena
Knebelstraße 10
07743 Jena
Projektverantwortung
Kristjan Schmitt
Tel. +49 3641 49-8285
Fax +49 3641 49-118285
kulturarena@jena.de
Anna Fuhlbrügge
Tel. +49 3641 49-8283
Fax +49 3641 49-118285
kulturarena@jena.de
Sponsoring
Ina Zieger
Tel. +49 3641 49-8190
ina.zieger@jena.de
Leiter Veranstaltungsbereich
Daniel Illing
Tel. +49 3641 49-8286
daniel.illing@jena.de
Werkleitung
Friedrun Vollmer
Carsten Müller
Jana Gründig
Die fünfte, sehr ereignisreiche Arenawoche ist zu Ende – und die letzten Highlights unserer diesjährigen Kulturarena Jena stehen unmittelbar bevor. Wir freuen uns auf eine abwechslungsreiche und prall gefüllte sechste Woche, mit der wir zugleich den Abschluss der diesjährigen Konzert- und Filmwochen erreichen.
Dieser Film mit dem langen Titel hat es alles in sich: Drama und Komödie, junge und alte Menschen, Klugheit und Slapstick, Sensibilität und Selbstbewusstsein, Weisheit und emotionale Ausbrüche, Gemütlichkeit und die große Bühne, Liebe und Trauer, das Leben und den Tod. Der Moment, in dem Joachim/Bruno „Tainted Love“ singt und all seine Emotionen hineinlegt, lässt auf jeden Fall keinen ungerührt. Eine großartige Enkel-Oma-Geschichte, ein großartiger Kinofilm!
Tragikomödie, D 2026, 137 min, FSK 6 | R: Simon Verhoeven | D: Senta Berger, Bruno Alexander, Michael Wittenborn
In Kooperation mit „unicato“ – dem Kurzfilmmagazin des MDR – erwartet die Freund:innen der kurzen Filmform wieder die beliebte Kurzfilmnacht.
Zur diesjährigen Kurzfilmnacht tauscht „unicato“ das Magazin-Format gegen die Freiluftbühne und präsentiert ein unterhaltsames Crossover aus der kurzfilmischen Kreativszene. Moderatorin Jenni Zylka sorgt für kurzweilige Unterhaltung und gibt spannende Einblicke in die Geschichten hinter den Geschichten. Als Gäste zum Bühnengespräch begrüßt sie Filmemacher André Siegers und Filmemacherin Stefanie Schroeder.
Kurzfilmprogramm (acht Kurzfilme unterschiedlicher Genres) | 120 min, FSK 12 | Moderation: Jenni Zylka und Gäste
Willkommen zu einem grenzenlosen Themenparcours aus Sprachen und Kulturen, Identität, Verantwortung und Transformation: Diese multikulturelle Band aus der Schweiz singt in sechs bis sieben Sprachen – Serbisch, Bosnisch, Deutsch, Englisch, Spanisch, Arabisch und Französisch. Nicht jedes Wort ist zu verstehen und trotzdem versteht man alles. Ihr geschmeidiger Mix aus Pop, Balkan, Chanson und Brass braucht keine Simultanübersetzung – die Verbindung zum Publikum entsteht einfach ganz von selbst. Musikalisch sollte man sich lieber nicht auf eine bloße Balkan-Partyband einstellen. Šuma Čovjek bringen Streicher und Bläser, kraftvollen Sprechgesang, Hymnen, ruhige Melodien und pulsierende Beats auf die Bühnenbretter.
Agnes Obel beherrscht die kraftvolle Kunst der leisen Magie und das Spiel mit untrennbaren Gegensätzen. Seit ihrem gefeierten Debüt „Philharmonics“ verzaubert die in Berlin lebende, dänische Sängerin, Pianistin und Komponistin mit ihrem entschleunigten Klang. Ein Klang, der ebenso intim wie monumental auf den zuhörenden Resonanzraum einwirkt. Obels Musik ist zart und geheimnisvoll, schwebend zwischen Dämmerung und Licht. Stille ist nicht nur das musikalische Stilmittel ihrer Songs, sondern auch der Rahmen ihrer Arbeit. Ihre Werke entstehen oft in stillen Räumen, privat und sehr für sich. Dort formt sie aus fließendem Klavierspiel, vielschichtigen Gesangsharmonien und feinsinniger Melancholie einen Sound, der an Kammermusik erinnert und doch zeitlos modern klingt. Bekannt geworden ist Agnes Obel nicht nur durch ihre einzigartige Klangästhetik, sondern auch durch ihre Fähigkeit, Musik als eine Form des Erzählens zu begreifen. Stille Intensität, die lange nachklingt: Nun endlich, nach 15 Jahren, gibt es ein Wiedersehen in der Kulturarena.
Wichtiger Hinweis: An diesem Abend ist unseren Gästen das Rauchen nur im Gastronomiebereich gestattet.
Ausgezeichnet mit dem renommierten Prix Django Reinhardt als bester Jazzmusiker des Jahres 2024 sorgt Robinson Khoury aktuell auch abseits seiner Heimat für Aufsehen. Dieser junge Posaunist und Komponist zählt mit seinem kraftvollen Sound zu den aufregendsten Stimmen der französischen Jazzszene. Früh als Ausnahmetalent aufgefallen, ist Stillstand für ihn keine Option. Er prägte den Klang der Formation SARAB entscheidend mit, wird für sein Album „Broken Lines“ von der Académie Charles Cros gewürdigt und überzeugt als Solist mit beeindruckender Bühnenpräsenz. Mit seinem Projekt MŸA schlägt er jetzt ein neues Kapitel auf. Statt klassischer Konzertdramaturgie erlebt man die Spurensuche nach den elementaren Kräften, aus denen Leben und Musik entstehen. Pulsierende Rhythmen treffen auf elektroakustische Texturen, die Khoury in Echtzeit mit seinem modularen Synthesizer formt und ständig neu entstehen lässt.
Das österreichische DJ- und Produzenten-Duo Kruder & Dorfmeister gehört zweifellos zu den angesagtesten Produzenten im Tanzuniversum: Remixe für Madonna, Depeche Mode, Lamb und Roni Size sowie Gigs in den USA, Kanada, Großbritannien, Irland, Österreich und Deutschland. Peter Kruder und Richard Dorfmeister werden international für ihre Arrangements aus Trip-Hop, Electronica, Downtempo, Dub, Elektro-Jazz, Drum and Bass und Breakbeat gefeiert. Das feiern sie selbst natürlich auch, denn dieses Jahr wird das „K&D kicks 30“-Jubiläum zelebriert: nicht als nostalgischer Rückblick, sondern als energiegeladene Fortsetzung. Und so kommen sie auch nach Jena: zwei lebende Legenden der elektronischen Musik. Zwei Musiker, die in ihrem Studio keine Tapete brauchen, weil deckenhohe Regale mit hunderten Fächern und noch mehr Schallplatten ihre Wände schmücken. Die neben neuester Technik auch nach dreißig Jahren noch den Staub von ihrer alten Gerätschaft wischen und offenbar ein Herz für bunte Klebezettel haben. Und vor allem: die mit Rhythmus und Flow drei Jahrzehnte Erfahrung in ihrer aktivsten Form ins Arenarund bringen.
Was Mark Twain oder Voltaire literarisch zur Kunstform erhoben, kann auch ein Meister des Sounds mit Schneid: Gabor Schablitzki alias Robag Wruhme. Seine Pseudonyme wie Robag Wruhme, Rolf Oksen oder Die Dubrolle sind Spielwiesen für unterschiedliche Sounds. Seine musikalische Reise begann zu DDR-Zeiten mit Beat Street und Breakdance, danach kamen chillige DJ-Sets, Mitbegründung von Freude am Tanzen und der Fat-Plastic-Plattenladen. Seit den frühen 2000er-Jahren prägt er die elektronische Szene weit über Thüringen hinaus. Als Teil des DJ-Duos Wighnomy Brothers oder solo begeistert er national und international mit vier durchaus eigenwillig betitelten Alben, innovativen Tracks und Remixes sowie Touren durch Japan und Südamerika. Seine Tracks zeichnen sich durch Originalität, Ecken und Kanten sowie eine Prise Verschrobenheit aus. Zwischen Clubkultur und Heimspiel-Atmosphäre dürfte sein feines Gespür für Rhythmus, Textur und Stimmung besonders gut zur Geltung kommen.
Am letzten Abend der Kulturarena darf das raue Pflaster des Theatervorplatzes ruhig ein wenig strapaziert werden. Denn Luiku, beheimatet in Kiew, entzündet als siebenköpfige Formation ein musikalisches Feuerwerk, das irgendwo zwischen karpatischem Hochland, Balkanfest und mediterraner Sommernacht lodert. Diese Band lässt treibende Beats auf strahlende Bläser und Akkordeonklänge auf pulsierende Rhythmen treffen. Darüber schweben Stimmen, die verzaubern und antreiben. Das ist keine Musik zum Nebenbei-Hören, das ist Musik, die packt und auf die Tanzfläche zieht. Nach Momenten, die eingefangen, vermischt und als mitreißende Trans-Karpaten-Ethno-Beats weitergetragen werden. In Luiku verschmelzen Einflüsse aus der Ukraine, der Türkei, Polen, Ungarn und dem gesamten Balkanraum zu einem vibrierenden Ganzen. Mal roh und erdig, mal verspielt und wild – aber immer unwiderstehlich.
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