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30 Jahre Friedliche Revolution

Jena zur Friedlichen Revolution  ©Stadtarchiv Jena
Jena zur Friedlichen Revolution 2  ©©ThürAZ, Jörg Auweiler, Sign F-AJ-012.03

Jena und die Revolution(en) von 1989

Vor 30 Jahren wurde mit der Öffnung der innerdeutschen Grenze das Ende des Kalten Krieges eingeleitet. Schon vor dem Herbst 1989 befand sich die DDR in einer tiefen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Krise. Die massive Staatsverschuldung stellte die Zahlungsfähigkeit der DDR in Frage; mit der wirtschaftlichen Ineffinzienz ging ein Modernisierungsdefizit einher. Auf die anschwellende Ausreisewelle reagierte die Staatsführung zynisch: "Wir weinen ihnen keine Träne nach!", so wurde Erich Honecker noch am 2. Oktober 1989 im Neuen Deutschland zitiert. Die SED zeigte sich nicht nur unwillig, auf die zunehmenden Reformforderungen zu reagieren, sondern auch unfähig, die vielschichtige Krise zu bewältigen. Nach und nach zerfiel das Machtmonopol der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. Gleichzeitig bildeten sich Ansätze einer Zivilgesellschaft heraus: BürgerInnen der DDR fanden sich in neuen Bürgerbewegungen und Parteien zusammen, um sich gemeinsam für Reformen und eine Demokratisierung der DDR einzusetzen.

Mit diesem Weg hin zur Friedlichen Revolution, mit den Ereignissen im Herbst und Winter 1989 in der DDR, vor allem in Jena, und mit den Auswirkungen der Transformationsprozesse beschäftigt sich das Veranstaltungsprogramm „89//19: Wegbruch – Umbruch – Aufbruch. Jena und die Revolution(en) von 1989“.

Gestaltet wird es von JenaKultur, dem Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Jena, dem Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“, der Geschichtswerkstatt Jena e. V., der Freien Bühne Jena e. V., dem Seminar für Volkskunde/Kulturgeschichte und dem Institut für Romanistik der Friedrich-Schiller-Universität. Die Veranstalter laden herzlich zu Podiumsdiskussionen, Filmgesprächen, Konzerten und einer "performativen Zeitreise" ein:

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