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Kein Schlussstrich!

Ein bundesweites Theaterprojekt zum NSU-Komplex

Ein Kooperationsnetz von Theatern und Institutionen aus 13 Städten veranstaltet vom 21. Oktober bis 7. November 2021 das interdisziplinäre Theaterprojekt Kein Schlussstrich! mit dem Anliegen, die Taten und Hintergründe des sog. Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) künstlerisch zu thematisieren. Beteiligt sind Akteure in den Städten, die unmittelbar vom NSU-Komplex betroffen waren und sind: die Städte, in denen zehn Bürger*innen – Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşik, Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter – von Rassisten ermordet wurden. Auch jene Städte sind beteiligt, in denen die Täter des NSU aufwuchsen, Aufenthalt oder Unterstützung fanden. Mit dem Vorhaben sollen die Perspektiven der Familien der Opfer und der migrantischen Communities in den Fokus der Öffentlichkeit gebracht werden: Mit Theateraufführungen, musikalischen Interventionen im öffentlichen Raum, Lesungen, Diskussionsveranstaltungen und Workshops möchte das Projekt die Auseinandersetzung mit dem institutionellen und strukturellen Rassismus in unserer Gesellschaft anregen. Auch die Geschehnisse und Folgen der Anschläge in Halle, Hanau und Kassel, die den Rechtsterrorismus und Rassismus in erschütternder Weise bezeugen, möchte das Projekt in den Fokus rücken.

NSU-Mahnmal mit den Namen und Todesdaten der Opfer des Terror-Trios. Aufgestellt von und vor der JG Stadtmitte in der Johannisstraße Jena NSU-Mahnmal vor der JG Stadtmitte ©JenaKultur

Träger des Theaterprojekts Kein Schlussstrich! ist der im September 2020 gegründete Verein „Licht ins Dunkel e. V.“. Mitwirkende Institutionen sind: ASA FF e.V. in Chemnitz, Theater Chemnitz, Dietrich-Keuning-Haus Dortmund, Kampnagel Internationale Kulturfabrik Hamburg, Theater Heilbronn, JenaKultur, Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft Jena (in Trägerschaft der Amadeu Antonio Stiftung), Theaterhaus Jena, Staatstheater Kassel, Schauspiel Köln, Staatstheater Nürnberg, Theater Plauen-Zwickau, Volkstheater Rostock, Theater Rudolstadt-Eisenach, Deutsches Nationaltheater Weimar.

Sie alle planen gemeinsam für den Herbst 2021, in dem sich die Selbstenttarnung des NSU-Täter*innentrios zum zehnten Mal jährt, themenbezogene Premieren und Vernissagen, die von diskursiv-künstlerischen Rahmenprogrammen flankiert werden. Die künstlerische Klammer des Projekts bilden zwei multilokale Eigenproduktionen: das musikalisch-performative und partizipatorische Oratorium „MANİFEST(O)“ des Komponisten Marc Sinan und die von Ayşe Güleç und Fritz Lazlo Weber kuratierte Ausstellung „Offener Prozess“ des ASA FF.

Wir informieren weiterhin.

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