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Kunitzburg1  ©JenaKultur, H. Dietz Luftbildfotografie
Kunitzburg2  ©Untere Denkmalschutzbehörde

Mittelalterliche Burgruine auf dem Gleißenberg nördlich von Jena

  • Die Ruine steht am westlichen Ende des Gleißenbergs östlich der Saale; nach drei Seiten besteht ein Abhang, zur vierten Seite ist die Burg durch einen Halsgraben vom restlichen Bergrücken getrennt, vermutlich gab es früher eine Zugbrücke über den Graben.
  • Die Rekonstruktionen lassen eine enorme Größe vermuten.
  • Heute steht noch eine Palaswand mit zwei Fensternischen, welche auf Grund ihrer Bauart auf das 16. Jahrhundert zurückzuführen sind. Weiterhin stehen noch Reste der Umfassungsmauern sowie Grundmauerreste des Bergfrieds, welche beide wesentlich älter sein dürften.
  • Die massiven Mauern wurden aus behauenem Kalkstein errichtet. Der historische Mörtel ist noch gut erhalten, was auf eine gute Qualität schließen lässt.
  • Der Berg Gleißenberg wurde 1158 in Reichseigentum überführt. Zugleich war er Sitz einer gleichnamigen Reichsministerfamilie.
  • Über die Ersterwähnung gibt es mehrere Angaben:
  • 1252 durch den Deutschritterorden zu Zwätzen
  • 1261 soll Burg „Castrum Glizberc“ erstmals erwähnt worden sein
  • Die Herrschaft der Gleißenberger war 1327 beendet, nachdem die Burg an Heinrich II. Reuß von Plauen verkauft wurde.
  • Später ging die Burg über in den Besitz der Wettiner.
  • Anfang des 15. Jahrhunderts begann der langsame Verfall, die Burg wurde nur noch zweimal pro Woche für Messen der Kunitzer Pfarrer genutzt.
  • Im Sächsischen Bruderkrieg (1446-1451) 1451 wurde der Burgfried zerstört und danach nicht wieder aufgebaut, seitdem blieb die Burg eine Ruine.
  • Mitte des 19. Jahrhunderts gab es vermutlich eine Bergklause, die aber 1957 abbrannte.
  • Ende 1991 wurde eine Instandsetzung des Mauerwerkes vorgenommen.
  • 2002 wurde ein Gutachten über eine umfangreiche Restaurierung erstellt.
  • Die Sanierungsmaßnahmen mussten aber aus Gründen der fehlenden finanziellen Mittel und der größeren Dringlichkeit anderer kultureller Sanierungsobjekte der Stadt bisher immer wieder verschoben werden.
  • 2012 erfolgten Notsicherungsmaßnahmen zur Mauerwerkssicherung im Bereich der Fensternischen
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