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Gedenk- und Informationsstele in der Löbstedter Straße

Stele_Judenverfolgung1  ©JenaKultur
Stele_Judenverfolgung2  ©Löwe Design

Der Jenaer Stadtrat beschloss unter dem Titel „Gedenken, Erinnern, Aufarbeiten“ ein langfristiges Konzept zur Auseinandersetzung mit der lokalen NS-Geschichte. Im Zuge seiner Umsetzung wurde 2014 eine Stele an der Löbstedter Straße 56 aufgestellt.

Sie erinnert zum einen an Jenaer Juden, die auf Geheiß des Jenaer Oberbürgermeisters nahe des Standorts interniert worden waren. Zum anderen markiert die Säule das Areal des KZ-Außenlagers „RAW Jena“, das von der Deutschen Reichsbahn zur Zwangsarbeit von Buchenwald-Häftlingen eingerichtet wurde.

Unweit dieser Stelle standen zu Beginn der 1940er Jahre neun zu Behelfsunterkünften umgebaute Eisenbahnwagen (Bild 1). Hier mussten jüdische Einwohner Jenas auf Anordnung der Stadtverwaltung leben, bis sie 1942/43 deportiert wurden. Niemand von ihnen überlebte die Ghettos und Lager im besetzten Osteuropa.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite errichtete das Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) ab 1940 ein Barackenlager, zunächst für wolhyniendeutsche Arbeiter. 1942 erfolgte die Belegung des Lagers mit russischen Zwangsarbeitern.

Auf Weisung des Reichsverkehrsministeriums ließ es die Deutsche Reichsbahn im Herbst 1944 zu einem der ca. 140 Außenlager des KZ Buchenwald ausbauen. Es wurde mit dem Bau von zwei weiteren Massivbaracken begonnen. SS-Männer und ein Elektrozaun sicherten das KZ-Außenlager (Bild 2), das aber für Passanten einsehbar und vielen Bürgern Jenas bekannt war.

Über 1.000 Häftlinge mussten im nahen RAW (Bild 3) in Zwölf-Stunden-Schichten Waggons reparieren – schwere Zwangsarbeit für einen militärisch längst verlorenen Krieg. Fast die Hälfte der Gefangenen stammte aus der Sowjetunion, ein Viertel aus Polen, etwa 130 waren Franzosen. Zwei russische Häftlinge wurden am 06.01.1945 nach einem missglückten Fluchtversuch auf dem Appellplatz hingerichtet.

Anfang April 1945 erfolgte die Zwangsräumung des Lagers. Zahlreiche Häftlinge fielen auf ihrem Leidensweg über das KZ-Außenlager Colditz bis zum heutigen Litoměřice den Schlägen und Schüssen der SS zum Opfer. Andere starben an Erschöpfung.

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