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Preisverleihung: Antje Schupp – "Die mutige Mehrheit"

Theater & Inszenierungen

Antje Schupp ©Katharina Seibt
Antje Schupp ©Katharina Seibt
Donnerstag, 17.06.2021 , 18:00 Uhr, Theaterhaus Jena
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Preisverleihung: Antje Schupp – "Die mutige Mehrheit"

Verleihung des Jakob-Michael-Reinhold-Lenz-Preises für Dramatik der Stadt Jena

Der Jakob-Michal-Reinhold-Lenz-Preis für Dramatik der Stadt Jena wird an Antje Schupp für ihre dreiteilige Projektkonzeption "Die mutige Mehrheit" verliehen. Anlässlich der thematischen Auseinandersetzung mit der Geschichte des NSU und seiner Opfer im Jahr 2021 wurde der Lenz-Preis in seiner Ausschreibung thematisch an das dezentrale Theaterprojekt "Kein Schlussstrich" angebunden, die Realisierung findet im Herbst 2021 statt.

Die Arbeit "Die mutige Mehrheit" umfasst drei Teile:

    1. Einen Audiowalk "(Un)Sichtbare Spuren"
    2. Eine performative Veranstaltung "Deutschkunde 2021": Workshops, Lectures und Performance zur Lage der Nation
    3. Eine bundesweite Aktion "Die mutige Mehrheit"

Ziel ist es, den eigenen Nachholbedarf in der Auseinandersetzung mit der jüngeren Geschichte und Gegenwart in Deutschland ausfindig machen zu können und die "schweigende Mehrheit" in eine mutige zu verwandeln, die bei Ausgrenzung und Rassismus den Mund aufmacht und Zivilcourage an den Tag legt. Diese Transformation wird künstlerisch in drei Schritten vollzogen:
1) als Individuum 2) als Gruppe 3) als Gesellschaft.
Die Teile funktionieren unabhängig voneinander, wünschenswert ist natürlich ein Besuch bei allen drei.

In einem beschränkten und zweistufigen Wettbewerb – inspiriert von künstlerischen Wettbewerben in Bildender Kunst und Architektur – waren zunächst die von einer dreiköpfigen Vorschlagsjury aufgeforderten Bewerber:innen – Kollektiv Das Peng!, Dean Hutton und Antje Schupp – gehalten, eine ortsspezifische (site spezific) Arbeit im Jenaer Stadtraum zu konzipieren, die theatral und/oder intermedial geartet sein sollte, vorzugsweise in den Stadtvierteln Jena-Winzerla und/oder Jena-Lobeda, aus denen die verurteilten Täter:innen des sog. NSU stammen bzw. mit Bezug darauf.

Die Entscheidungsjury – bestehend aus Maik Pevestorff (künstlerisch-pädagogischer Leiter an der Freie Bühne Jena), Tunçay Kulaoğlu ( Filmemacher, Dramaturg, Kurator und Autor) und Thorben Meißner (Dramaturg am Theaterhaus Jena) – überzeugte die Konzeptskizze von Antje Schupp. Sie erhält damit den 8. Jakob-Michael-Reinhold-Lenz-Preis für Dramatik der Stadt Jena und mit ihm den Auftrag, ihre Idee umzusetzen.

Antje Schupp studierte Regie für Theater und Oper an der Bayrischen Theaterakademie August Everding sowie Theater-, Film- und Medienwissenschaft und Cultural Studies an der Universität Wien. Sie inszeniert Sprech- und Musiktheater, entwickelt eigene Produktionen in der Freien Szene, und arbeitet häufig in kokreativen Arbeitsprozessen sowie mit nicht-professionellen Darsteller:innen. Sie interessiert sich für zeitpolitische, ökologische und soziale Themen und verbindet in ihren Arbeiten unterschiedliche stilistische Elemente zu semi-dokumentarischen und semi-fiktiven Erzählungen.

Laudator: Cem Özdemir
Jury: Tunçay Kulaoğlu, Thorben Meißner, Maik Pevestorff
Grußwort von OB Dr. Thomas Nitzsche und Moderation durch Jonas Zipf
Veranstalter: JenaKultur in Kooperation mit dem Theaterhaus Jena
Gefördert durch die Stadtwerke Jena Gruppe

Auch wenn die Veranstaltung kostenlos ist, bitten die Veranstalter die Interessenten, sich wegen der pandemiebedingten reduzierten Platzkapazität über info@theaterhaus-jena.de einen Platz zu sichern.
Reservierungswünsche nimmt das Theaterhaus bis einschließlich 16. Juni entgegen.

Diese Veranstaltung ist Teil der stadtgesellschaftlichen Aktivitäten "Kein Schlussstrich! Jena und der NSU-Komplex". Das vollständige Programm ist einsehbar unter: www.kein-schlussstrich-jena.de

Veranstaltungsort
Theaterhaus Jena
Schillergäßchen 1
07745 Jena

Veranstalter
JenaKultur

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